KMU-Blog

Ein KMU-Blog aus dem Laufental

Laufen startet mit Tischmesse in neue Sphären

30. Juni 2011

Eine Tischmesse ist wie ein SMS: schnell, schnörkellos, effizient und günstig. Das passt bestens in unsere moderne Zeit. Deshalb werden sie landesweit immer beliebter. Nächstes Jahr wird es eine Tischmesse in Laufen geben. Jedenfalls, wenn es nach den Wünschen des Gewerbevereins KMU Laufental geht, verrät das Vorstandsmitglied Martin Schindelholz. Bei einer Tischmesse steht jedem Unternehmer lediglich ein Tisch zur Verfügung, um sich zu präsentieren. «Ein paar Prospekte, Warenmuster, ein Bildschirm mit einer Powerpoint-Präsentation und ein gutes Produkt. Mehr braucht es nicht», erklärt Schindelholz. Der grosse Vorteil einer Tischmesse ist, dass jede Firma gleich viel Platz zur Verfügung hat. Ein kleiner Dienstleister hat die gleichen Voraussetzungen wie eine Millionenfirma. Damit die Tischmesse keine «Flohmarkt-Ambiance» erhält, werden die Organisatoren für einen einheitlichen Auftritt der Tische sorgen.
Zwar gibt es noch eine Verpflegungsecke im Saal, aber eine Tischmesse ist kein Volksfest. Es geht darum, dass sich die Bevölkerung effizient und zielgerichtet bei den Dienstleistern und Gewerbetreibenden der Region informieren kann. Wobei der Gewerbeverein KMU Laufental den Begriff «Region» für einmal weiter fassen möchte. «Wir wollen die Tischmesse für alle Firmen des Laufentals und des Schwarzbubenlandes öffnen», so Schindelholz. Wie viele Firmen erwartet er denn? Das sei schwer zu sagen. Basel führt jährlich eine Tischmesse mit 125 Ständen durch. Diejenige in Bischofszell hat 50 Firmen. Ihm schweben 30 bis 100 Stände vor. Wenn die Sache gut anläuft, sollte in Laufen jedes Jahr eine Tischmesse stattfinden – mit einer Pause, wenn in Laufen die grosse Gewerbeausstellung über die Bühne geht.
Wie die Tischmesse genau aussehen wird, kann Schindelholz jedoch noch nicht sagen. Er möchte nicht vorgreifen. Als nächstes wird er sich auf die Suche machen nach Leuten für das Organisationskomitee.

Ohne Komfort­verlust Energie sparen

26. Mai 2011

Ein Stromlieferant der berät, wie Strom eingespart werden kann? Da kann man ja gleich den Bock zum Gärtner machen! Mark Iten, Energieberater der BKW, kennt diese Frage und kann sie entkräften. Die BKW ist daran interessiert, zuverlässig und nachhaltig alle Kunden mit Strom zu beliefern. Sie ist aber auch daran interessiert, dass vor dem Hintergrund des zunehmenden Konsums der Strom auch optimal genutzt wird. Zudem bedeutet die Einsparung fossiler Energie meinst auch eine stärkere Nachfrage nach Elektrizität. Welche Stromeinsparungen liegen denn durchschnittlich drin? «Es hat sich gezeigt, dass nach einer Energieberatung die KMUs im Schnitt 15 bis 20 Prozent Strom einsparen können», erklärt Iten. Meistens werden die nötigen Investitionen innerhalb weniger Jahre amortisiert. Deshalb macht Iten den Gewerblern Mut, sich für eine Energieberatung bei der BKW anzumelden: «Es können sich alle melden, auch KMUs, die nicht BKW-Kunde sind.»
Wenn sich jemand für eine Beratung interessiert, macht Iten als Erstes eine Offerte. Dann geht er für rund einen halben Tag in den Betrieb, befragt den Chef und schaut sich die Maschinen und die Arbeitsabläufe an. Darauf schreibt er einen Bericht mit konkreten Empfehlungen, den Investitionskosten und einem zeitlichen Umsetzungsplan. Diesen stellt er daraufhin den Verantwortlichen persönlich vor. Je nach Betrieb kostet eine Energieberatung 2000 bis 10000 Franken. Natürlich kommen meistens noch die Kosten für Investitionen hinzu. Der ausführliche schriftliche Bericht mit der genauen Amortisationszeit ist eine Hilfe, um nötigenfalls bei der Bank einen Kredit aufzunehmen, weiss Iten und fügt an: «Nachdem wir den Bericht präsentiert haben, überlassen wir unsere Kunden nicht ihrem Schicksal. Wenn sie es wünschen, begleiten wir sie auch bei der Umsetzung der Massnahmen.»
Nach seiner Erfahrung kann sich eine Energieberatung für alle Firmen lohnen: vom Einmann-Betrieb über die kleine Bäckerei bis zu grossen Industriebetrieben.

Editorial

26. Mai 2011

Manchmal lässt sich mit einer kleinen Handbewegung ganz schön viel Geld sparen. Viele Gewerbler staunen, wenn ich es ihnen ausrechne, wie viel Geld sie auf die Seite legen könnten, wenn sie über Mittag ihre Geräte und das Licht abschalten würden. Und manchmal lassen sich auch mit kleinen Investitionen jährlich Tausende von Franken sparen.
Sie möchten wissen wie das geht? So lesen Sie doch die beiden anderen Berichte, melden Sie sich an und kommen Sie zum nächsten Lunch-Report des Gewerbevereins KMU Laufental.
Ich werde Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie Kosten und Energie in Ihrem Betrieb optimieren können. Sie werden einige Tipps erhalten, wo Sie in Ihrem Betrieb nach unnötigem Energieverbrauch und somit nach unnötigen Kosten Ausschau halten sollten. Gerne beantworte ich Ihre Fragen zum Energiesparen. Wer jedoch sein ganzes Sparpotenzial ausschöpfen will, dem lege ich eine umfassende Energieberatung nahe. Diese werde ich ebenfalls vorstellen. Wir haben seit 2009 schon 170 Betrieben aufgezeigt, wie sie 15 bis 20 Prozent ihrer Energiekosten reduzieren können. Und das mit Investitionen, die innerhalb weniger Jahre amortisiert sind! Oft sind es nur Kleinigkeiten, die schon grosse Wirkung zeigen. Auch wenn Sie eine grössere Investition vorhaben, so ist das ein sehr guter Zeitpunkt für eine Beratung.
Liebe Mitglieder des Gewerbevereins KMU Laufental, melden Sie sich an und kommen Sie am Mittwoch, 1. Juni, um 11.30 ins Restaurant Central in Laufen. Am 15. Lunch-Report zum Thema «Energieeffizienz für Gewerbe und Industrie» werde ich Ihnen mehr erzählen und Ihre persönlichen Fragen beantworten.
Ganz wichtig: Sie müssen nicht Kunde der BKW sein. Die Energieberatung bieten wir allen an!

Mark Iten
Energieberater der BKW FMB Energie AG
www.bkw-fmb.ch/energieberatung

Geheime Stromfresser aufspüren

26. Mai 2011

«Ich weiss doch wohl am besten, was meine Stromfresser sind. Und das sind und bleiben Stromfresser, da lässt sich nichts machen», sagt sich so mancher Gewerbler. Mark Iten, Energieberater der BKW FMB Energie AG, weiss, dass die Realität komplizierter ist. Er hat viele erstaunliche Erfahrungen gemacht. «Bei einer Metzgerei fanden wir zum Beispiel heraus, dass der neue Boiler unbekannterweise mit dem teuren Tagesstrom aufgeladen wurde, obwohl dies gar nicht nötig war», erzählt Iten. Da hat es genügt, einen Schalter umzukippen. Seither läuft der Boiler mit Nachtstrom und der Betrieb hat seine Stromrechnung um mehr als zwei Prozent reduziert. Dass Iten bei seiner Energieberatung solch einfache Sparpotenziale aufspürt und -möglichkeiten aufzeigt, ist gang und gäbe. Das beste Beispiel ist für ihn eine Bäckerei im Berner Oberland. Seine Energieberatung stellte bei der elektrischen Energie ein Einsparpotenzial von 4600 Franken im Jahr fest. Um diese Einsparungen zu erreichen, waren Investitionen für die Energieberatung und für die Infrastruktur nötig. Die Bäckerei amortisierte ihre Investition in rund drei Jahren, erklärt Iten. Den grössten Bro­cken stellte der hohe Blindstrom dar. Dieser belastete die Rechnung jährlich mit 2000 Franken. Würde die Bäckerei für 4000 Franken eine Kompensationsanlage einbauen, müsste sie keinen Blindstrom mehr zahlen. «Ob ein Betrieb Blindstrom bezieht, sieht er auf seiner Stromrechnung. Das kann jeder einfach feststellen», erklärt Iten. Doch auch die Kosten der Beleuchtung des Verkaufsraumes schlugen bei der Bäckerei stark zu Buche. Dieser Bereich wird immer wieder unterschätzt, weiss Iten. Dabei lässt sich gerade hier sehr einfach eine rechte Menge Geld einsparen. Der Bäcker hat die alten Leuchtmittel mit Energiesparlampen und LEDs ersetzt. «Allein damit spart er jährlich 1000 Franken ein», fügt Iten an. Sehr oft bringen eben Kleinigkeiten sehr gute Resultate.