© 2005 by Wirtschaftskammer Baselland, Liestal
Sie möchten sich in der Ausbildung für Lernende engagieren, zweifeln aber aufgrund Ihrer Ressourcen? Teilen Sie sich die Ausbildungsveranwortung mit einem oder mehreren Lehrbetrieben!
Diese Ausbildungsform eignet sich vorallem für Kleinberiebe und für Unternehmen, die sich auf Kernaktivitäten konzentrieren. Die einzelnen Berufsbildungsverantwortlichen (Lehrmeister) verfügen oft nicht über das erforderliche Tätigkeitsspektrum, um Lernende in eigener Veranwortung auszubilden. Dank der Zusammenarbeit im Ausbildungsverbund können auch Sie Lernende ausbilden.
Ausbildungsverbünde, wie sie von der Wirtschaftskammer Baselland in Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufsbildung und Berufsberatung betreut werden, sind praktisch das einzig wirkungsvolle Mittel, um dieses noch brach liegende Potenzial an zusätzlichen Lehrstellen auszuschöpfen, da der Verbund mehr Nutzen schafft, während die Kosten der Ausbildung gleichbleiben oder soagr sinken.
Was ist ein Lehrbetriebsverbund?
Bei diesem Ausbildungsmodell schliessen sich mehrere Unternehmungen mit sich ergänzenden Tätigkeiten zusammen und bieten gemeinsam Ausbildungsplätze an.
Wie funktioniert ein Lehrbetriebsverbund?
Eine Leitfirma beziehungsweise eine Leitorganisation übernimmt die Verantwortung für die Ausbildungsorganisation, schliesst den Lehrvertrag ab und vertritt den Verbund nach aussen.
Für welche Betriebe eignen sich Lehrbetriebsverbünde?
Lehrbetriebsverbünde eignen sich besonders für Klein- und Mittelunternehmen, die über beschränkte personelle Kapazitäten verfügen oder die aufgrund ihrer Spezialisierung nur einen Teil der Ausbildung anbieten können.
Vorteile für KMU:
| – |
adminisrative Entlastung
Das Anwerben und die Selektion von Lernenden sowie die Administration (Löhne, Sozialabgaben etc.) übernimmt der Leitbetrieb bzw. die Leitorganisation. Daduch werden die Kosten minimiert und der Ausbildungsaufwand optimiert. |
| – |
zeitliche und personelle Entlastung
Betriebe müssen die Lernenden nicht mehr in voller Breite ausbilden. Sie können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Lernenden entsprechend einsetzen. |
| – |
finanzielle Entlastung
Die Einstiegskosten (z.B. für die Rekrutierung der Lernenden, für das Erstellen der Ausbildungspläne etc.) werden über die Betriebe des Verbundes verteilt. Weiter erwirtschaften die Betriebe mehr Ertrag aus der Ausbildung, da die Lernenden nur in der Phase ihrer Ausbildung bei ihnen sind, in der sie betriebswirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden können. |
| – |
Risikodiversifizierung
Die mit der Ausbildung verbundenen Risiken (z.B. das Risiko, nicht über die ganzen drei Jahre bzw. vier Jahre der Lehre über genügend Aufträge zu verfügen, oder das Risiko der Verlagerung der Geschäftstätigkeit infolge wirtschaftlicher Entwicklungen) werden auf die Betriebe im Verbund verteilt. |
| – |
Know-how-Transfer
Durch zusätzliche Erfahrungen ud Know-how, welche die Lernenden aus anderen Betrieben mitbringen, können die eigenen Prozesse im Betrieb kontinuierlich verbessert werden. |
| – |
Kosten / Nutzen
Den Ausbildungskosten steht der Nutzen gegenüber. In der Zeit, in der Lernende Tätigkeiten verrichten, steuern sie ihren Teil an die betriebliche Produktion und somit zum Mehrwert der Unternehmung bei. |
Bei der Bewältigung dieser anspruchsvollen Aufgaben leisten das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung sowie die Wirtschaftkammer Baselland Hilfe.
Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion
Kanton Basel-Landschaft
Amt für Berufsbildung und Berufsberatung
Betriebliche Ausbildung
Jürg Schneider
Leiter, Ausbildungsberater
Rosenstrasse 25
4410 Liestal
Direktwahl 061 927 28 54
E-Mail:
Jürg Schneider
Wirtschaftskammer Baselland
Gregor Daniel Schmid
Leiter Mitgliederdienste
Lehrbetriebsverbünde Baselland
Altmarktstrasse 96
4410 Liestal
Direktwahl 061 927 65 34
E-Mail:
Gregor Daniel Schmid